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Innerhalb des Formats „#Proberaum. Geschichte(n) entdecken“ stellt das Haus der Geschichte in Bonn die Frage, wie das Museum der Zukunft aussehen kann.

In einem Laborbereich im Foyer des Hauses geben wir gemeinsam mit dem Museum eine Antwort – mit neuen und vor allem innovativen Formen der digitalen und interaktiven Vermittlung geschichtlicher Themen.

Als Auftakt des auf ein Jahr und vier Inszenierungen angelegten Formats entwickelte Realtime Visions zusammen mit dem Haus der Geschichte die Raumbespielung „ZeitzeugenFragen“ – eine Begegnung mit Menschen, die Ihre Erinnerungen an die friedliche Revolution und den Mauerfalls 1989 in einer kuratierten Auswahl von Video-Interviews lebendig werden lassen.

Die Ausstellung wurde im Rahmen des Verbundprojekts „museum4punkt0 - Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ umgesetzt.

 

ZeitzeugenFragen Installation im Haus der Gechichte Bonn
ZeitzeugenFragen Installation im Haus der Gechichte Bonn

GESCHICHTE NEU ERZÄHLEN

Einführung in das Thema

Die Geschichten der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen werden in drei Stationen erzählt:

Im „Prolog“ werden die Besuchenden mit emotionalem Bildmaterial und kurzen Kernaussagen an das Ausstellungsthema herangeführt und treten dabei erstmals mit den Zeitzeugen in Kontakt. Über Postkarten werden diese vorgestellt – mit Portraitfotos und Zitaten ebenso wie mit einer Kurzbiografie. Als verbindendes Element zwischen allen drei Stationen werden die Postkarten mitgenommen und können am nächsten Punkt „medial entfaltet“ werden.

Die Installation erinnert an Elemente der Berliner Mauer und schafft so auch optisch eine Brücke zum historischen Hintergrund.

Im gemeinsamen Dialog

An der Station 2 „Dialog“ kann der Besuchende über die Postkarte, die in einen entsprechenden Schlitz eingesteckt wird, in den Austausch mit den Protagonisten treten.

Gesteuert durch ein separates Bedienpanel, können hier Zusammenschnitte aus verschiedenen Interviews auf einem großflächigen Monitor mit Raumklang betrachtet werden. Bedienpanel und Monitor agieren dabei in einem visuell aufeinander abgestimmten Zusammenspiel aus Videomaterial und Hintergrundinformationen.

Mit dem großen Format und der akustischen Präsenz ist die Station vor allem auch für die Nutzung durch Gruppen oder Schulklassen geeignet und hat zudem eine Aufmerksamkeit anziehende Fernwirkung im Raum.

Wissen miteinander teilen

Die Station 3 „Vertiefung“ ermöglicht es den Besuchenden, sich noch intensiver mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, ihren Geschichten und dem historischen Hintergrund auseinanderzusetzen.

An einem Medientisch mit Kopfhörern und Sitzmöglichkeiten werden über die Postkarten Interviews in voller Länge aktiviert. Über eine Bedienoberfläche können Besuchende von dort aus zu weiteren Interviews und Informationen navigieren, um sich so dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu nähern.

Ein Museum für zu Hause

Auch nach dem Museumsbesuch können die digitalen Inhalte abgerufen und noch einmal erlebt werden. Dies gelingt über Codes auf den Postkarten, die mit einem mobilen Endgerät gescannt werden können und auf die Webseite zeitzeugen-portal.de führen.

Zusätzliche Funktionen

Die Systeme wurden mit Tracking-Funktionalität ausgestattet, die dem Haus der Geschichte einen analytischen Blick auf Nutzungsstatistiken der Stationen ermöglicht. Die Installation war von Juni bis November 2022 im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen und wird ab März 2023 im Museum in der Kulturbrauerei in Berlin gezeigt.

clipping

Fakten

Für / Haus der Geschichte

Ort / Bonn

Jahr / 2022

Bereich / Interactive Experiences

Services / 

Konzeption / Architektur / Gestaltung / Softwareentwicklung / Medientechnik / Inbetriebnahme / Support

Fotos: Janos Wlachopulos