Lebendiger Einstieg in die Ausstellung
„Hinauf, Patrioten, zum Schloss!“ hieß es vor fast 200 Jahren, als die Besuchenden des Hambacher Festes am Fuße der Anhöhe eintrafen und ihren Aufstieg zum Schloss begannen. Genauso starten auch die Besuchenden der heutigen Ausstellung Ihren Weg durch das Museum an der Medieninsel. Das Kuratorenteam und die Ausstellungsgestaltung haben eine dreiteilige Erlebnisstation entworfen: Eine Audiostation mit Berichten über die beschwerliche Anreise zum Hambacher Fest, ein interaktives Elektro-Spiel zur Identifikation historischer Flaggen, und für das visuelle Highlight sorgen ein 86 Zoll großer UltraHD-Bildschirm sowie ein kompakter 10 Zoll Touch-Bildschirm, beide hinter bündig eingelassenem Schutzglas integriert.
Über die mediale Inszenierung auf dem großen Bildschirm wird den Besuchenden eine räumliche und zeitliche Einordnung der Ereignisse möglich. Dies gelingt über eine mit kleinen Animationen belebte historischen Karte. Die Geschehnisse rund um das Hambacher Fest werden dabei in drei Episoden erzählt. Für die jüngeren Gäste gibt eine vierte Episode einen kindgerechten Einblick in das komplexe Thema.
Besondere Einblicke
Die Auswahl der Episoden erfolgt über „greifbare“ Objekte in Lupenform, die neben dem Bildschirm platziert sind. Kurze Beschriftungen nebst grafischen Gestaltungen auf den Objekten regen zum Entdecken der dahinter verborgenen Inhalte an.
Durch Auflegen der „Lupen“ auf eine markierte Ablagefläche neben dem kleineren Informationsscreen wird das zugehörige Thema auf dem großen Monitor gestartet. Der kleine Bildschirm zeigt ergänzend eine kurze Beschreibung zur gewählten Episode.
Geschichte in vier Sprachen erzählen
Aufbauend auf den von einem Historiker entwickelten inhaltlichen Storyboard wurde die vielschichtige Thematik in enger Abstimmung mit den Experten in drei, jeweils etwa vierminütige Erzählstränge sowie eine kindgerechte Darstellung geformt und feinsinnig und liebevoll animiert. Zur ebenso authentischen wie lebendigen Vermittlung der Inhalte wurde eine umfangreiche Selektion von Dokumentabbildungen und grafischen Elementen recherchiert und eingesetzt.
Visuelle Klammern bilden historische Karten, die sorgfältig und detailreich aufbereitet und digitalisiert wurden. Auf dieser Basis werden die Abläufe mit einer Kombination aus collageartigen animierten Elementen und begleitenden Texten abwechslungsreich und leicht verständlich dargestellt. Der Einsatz vielfältiger individueller Visualisierungen und Effekte erlaubt die anschauliche Vertiefung einzelner Aspekte.
Alle Animationen und Inhalte liegen in vier Sprachen vor und sind somit für ein breites Publikum zugänglich. Die Auswahl der Sprache erfolgt über einfache Touchbedienung am ergänzenden kleinen Monitor.
Individuelle Inhalte für Guides
Für die Tour-Guides des Museums ist eine Sonderfunktion in der Medienstation integriert. Über einen versteckten RFID-Reader haben sie die Möglichkeit, speziell vorbereitete Kartenansichten über einen mitgeführten NFC-Schlüssel abzurufen. So können die Museumsführer die großflächige Anzeige gezielt nutzen, um ihre Tour mit passendem detailliertem Bildmaterial zu unterstützen.


